Logopädische Behandlung – meine Antworten auf Ihre Fragen

Wer übernimmt die Kosten für eine logopädische Behandlung?

Logopädie ist als Heilmittel Bestandteil der medizinischen Grundversorgung! Bis zum 18. Lebensjahr werden die Kosten komplett durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Nach Beendigung des 18. Lebensjahres entfällt ein Eigenanteil in Höhe von 10% des Rezeptwertes zzgl. 10 € Rezeptgebühr pro Verordnung. Der Eigenanteil entfällt, falls Ihre Krankenkasse Ihnen eine Befreiung von der Zuzahlung erteilt hat (z.B. Geringverdiener, chronisch Kranke). Diese müssen Sie im Bedarfsfall beantragen. Unter den privaten Krankenkassen gibt es Unterschiede. Grundlage dafür ist Ihr Leistungstarif oder Ihr individueller Versicherungsvertrag. Zu Beginn einer Behandlung erhalten meine Patienten einen Kostenvoranschlag.

Welche Ärzte können eine logopädische Behandlung verordnen?

Je nachdem, welche Auffälligkeiten Sie bei sich oder Ihrem Kind feststellen, können Sie einen praktischen Arzt, einen Kinderarzt, einen Hals-Nasen-Ohren -Arzt, einen Phoniater, einen Neurologen, einen Internisten, einen Zahnarzt, einen Kieferorthopäden oder einen Kieferchirurgen aufsuchen, der den Therapiebedarf feststellt und eine Verordnung für Logopädie ausstellet.

Wie kann ich mich/mein Kind für eine logopädische Behandlung anmelden?

Sie können sich telefonisch, per E-Mail, über das Kontaktformular anmelden oder mich direkt in der Praxis besuchen. Ich bin bemüht, Ihnen so schnell wie möglich einen passenden Termin anzubieten.

Logopädische Behandlung: Gibt es Wartezeit für einen Therapieplatz?

Ich bin in jeder Hinsicht darum bemüht, die Wartezeiten so gering wie möglich zu halten.

Für einzelne Diagnostiktermine gibt es meistens keine oder nur kurze (1-2 Wochen) Wartezeiten. Auch für Vormittagstermine ist die Wartezeit deutlich kürzer als für nachmittags, wo die Nachfrage besonders groß ist. Je flexibler Sie in Ihrer Zeitgestaltung sind, desto schneller können Sie einen Therapieplatz bekommen. In Urlaubs- und Ferienzeiten gibt es kaum Wartezeiten und bei Bedarf und passender Indikation kann die Therapie auch hochfrequent durchgeführt werden. Die aktuellen Wartezeiten entnehmen Sie bitte den wöchentlich aktualisierten Informationen auf meiner Seite.

Logopädische Behandlung

Wie erfolgt eine logopädische Behandlung?

Unabhängig davon, ob Sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind, ist eine Voraussetzung für die logopädische Behandlung eine vom Arzt ausgestellte Heilmittelverordnung (Rezept).

Im Erstkontakt findet zunächst ein Anamnesegespräch statt. Dann erfolgt eine gezielte logopädische Diagnostik sowie die Erstellung des Behandlungsplans mit Therapieziel. Im Anschluss an ein Informationsgespräch, bei dem Sie nochmals Gelegenheit haben Fragen zu stellen, wird dann mit der Behandlung begonnen. Dabei ist die Kontinuität der Termine von großer Bedeutung.

Wie oft findet die logopädische Therapie statt?

Die Behandlung findet in der Regel 1-2 Mal in der Woche, meist in Einzeltherapie statt. In bestimmten Situationen sind auch Gruppenbehandlungen möglich. Bei bestimmten Störungsbildern, wie z.B. Schlaganfall oder Stimmstörung, kann die Therapie auch mehrmals wöchentlich stattfinden. Je nach Störungsbild kann eine Therapieeinheit 30, 45 oder 60 Minuten dauern. In der Regelbeträgt die Behandlungszeit in der Einzeltherapie 45 Minuten.

Logopädische Behandlung: Werden Hausbesuche durchgeführt?

Ja! Bei Bedarf und medizinischer Indikation führe ich auch Hausbesuche bei Ihnen im Haus, in der Seniorenresidenz, in der Tagesklinik oder im Pflegeheim durch. Behinderte Kinder, die einen Integrationsstatus haben, kann ich auch in integrativen Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen betreuen. Die Indikation zum Hausbesuch muss vom Arzt festgestellt und auf der Verordnung (Rezept) vermerkt sein.

Wie viele logopädische Behandlungen bekomme ich verordnet?

In der Regel verordnet der Arzt 10 Therapieeinheiten pro Rezept. Nach jedem Rezept erhält der Arzt vom Therapeuten einen Bericht, in dem eine Empfehlung zur Fortsetzung oder zum Abschluss der Therapie erläutert wird. Anhand der medizinischen Diagnostik, sowie der Rückmeldung des Therapeuten, entscheidet der Arzt über die weiteren Maßnahmen bzw. über die Weiterverordnung der Therapie. Nach Ablauf jeder Verordnung, wird neu über die Weiterführung der Therapie entschieden. Die Gesamtdauer der Therapie variiert je nach Störungsbild und Schweregrad der Störung

Logopädische Behandlung: Was kann ich selbst zur Sprachförderung beitragen?

Das richtete sich nach der Komplexität der Gesamtproblematik und wird von Patient zu Patient unterschiedlich konfiguriert. Bei Kindern ist es mitunter sehr wichtig, „Hausaufgaben“ zu machen, die hier in der Behandlung mit den Eltern besprochen werden.

Logopädische Behandlung: Sind Eltern in der Therapie dabei?

In der Regel finden die ersten 2-3 Termine mit den Eltern und dem Kind zusammen statt. Danach arbeite ich mit dem Kind alleine. In regelmäßigen Abständen hole ich die Eltern in die Therapie hinzu, um den gegenwärtigen Entwicklungsstatus zu besprechen. In Ausnahmefällen ist es möglich, stellenweise auch nötig, die Behandlung im Beisein der Eltern durchzuführen.

Markus Redel

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